Wem gehört die Stadt? Wie werden soziale Fragen in der postmigrantischen Stadtgesellschaft verhandelt? Auf dieser Exkursion beschäftigen wir uns mit gegenwärtigen sozial- und migrationspolitischen Aushandlungsfeldern in Berlin und ihren historischen Dis-/Kontinuitäten. Wir treffen Akteure sozialer Bewegungen, besuchen staatliche Institutionen, umkämpfte öffentliche Räume, Kultur- und Erinnerungsorte. Ausgehend von der Arbeit sozialpolitischer Initiativen, können Teilnehmende je nach Interesse einzelne Themenbereiche vertiefen, wie zum Beispiel: Konflikte um den Görlitzer Park, bezahlbaren Wohnraum, Kriminalisierung von Armut, Antiziganismus, Erwerbslosigkeit / die Arbeitsnorm, Asylpolitik, Arbeitsbedingungen bei Lieferdiensten, oder die Erinnerungsarbeit zur Verfolgung „Asozialer“ in der NS-Zeit. In der Beschäftigung mit diesen Konfliktfeldern, erschließen wir Ansätze einer politischen Anthropologie des ‚Sozialen‘. Die Exkursion ist eng an das Forschungsprojekt „Contestations of ‚the Social‘ – Hin zu einer bewegungsbasierten ethnografischen Sozial(staats)regimeanalyse“ der Dozierenden angebunden. Auch das gesellige Beisammensein soll nicht zu kurz kommen.
Das Institut organisiert die Hin- und Rückfahrt und das Quartier.
Keine eigenständige Anreise, keine eigenständige Quartiersuche, bei kurzfristigem Ausfall muss ein Ersatz gefunden werden!
Anmeldung im Sekretariat ab 07.01.2026
Anmeldung über UGO: 03.02.2026-16.02.2026