Ab März wird Frau Dr. Jelena Košinaga Ihre Forschung zu Online Lehre am Institut durchführen.
Diese Studie befasst sich mit den komplexen Subjektivitäten und Bedürfnissen von Online-Englischlehrern in Serbien und Bosnien und Herzegowina vor dem Hintergrund der sich wandelnden Migrationsströme im Westbalkan und des Aufstiegs der Gig Economy. Die Studie stützt sich auf die Theorie des Alltagslebens in Verbindung mit Gilles Deleuzes Philosophie des Begehrens, Michel Foucaults Erkenntnissen zur Subjektbildung und dem Konzept der New Economy. Mit einem multidisziplinären Ansatz, der ethnografische, ethnopsychoanalytische und semiotische Methoden kombiniert, untersucht diese Forschung, wie die Bedürfnisse und Freuden dieser Lehrer mit ihren Alltagserfahrungen, ihrer emotionalen Arbeit und ihrer Subjektbildung zusammenhängen. Sie untersucht, wie sich der Online-Englischunterricht als eine Form der Gig-Arbeit auf ihr Selbstverständnis, ihre Identität und ihre Zugehörigkeit auswirkt und
wie er ihre Entscheidung beeinflusst, in ihren Heimatländern zu bleiben und gleichzeitig am globalisierten digitalen Arbeitsmarkt teilzunehmen. Durch die Analyse der Makro- und Mikro-Perspektiven beleuchtet diese Studie die externen Einflüsse, die die Wünsche und Subjektivitäten dieser Lehrer prägen, darunter öffentliche Diskurse, Medienberichte und staatliche Politik. Sie untersucht auch die emotionale Arbeit, die mit dem Online-Englischunterricht verbunden ist, die Kommodifizierung ihrer Fähigkeiten und Identitäten sowie die Auswirkungen dieser Prozesse auf ihr Wohlbefinden und ihr Selbstverständnis. Letztendlich soll diese Forschung zu einem tieferen Verständnis der sich wandelnden Landschaft des Sprachenlehrens, der Gig Economy und der (möglichen) Migrationsmuster im Westbalkan beitragen und gleichzeitig neue Einblicke in die komplexen Beziehungen zwischen Bedürfnissen, Zufriedenheit und Subjektivität auf dem digitalen Arbeitsmarkt liefern.