Zentrales Arbeitsziel des Projekts nice*[1] ist die Erforschung von Mikro-Interventionen für eine geschlechtergerechte #Stadt[2] mit Fokus auf geschlechterbezogene Street Art, Kunst im öffentlichen Raum, aktivistische und alltagsbezogene Handlungen. Geforscht wird mit dem multimodalen Equipment des nice*Labor, das in verschiedenen Städten qualitative Daten zu Geschlechtergerechtigkeit in städtischen Räumen weltweit erhebt. Besondere Aufmerksamkeit kommt dabei der relationalen Erforschung von physisch-materiellen und digitalen Stadträumen zu, um den zunehmend hybriden Raumnutzungen und -produktionen im städtischen Alltag gerecht zu werden.
Die Forscher*innen machen dabei Station an öffentlichen Plätzen, in Parks, auf Spielplätzen und Straßen, in Wohnsiedlungen und Schulen, in Frauencafés, Bibliotheken, Jugend-, Senioren- und Stadtteilzentren, in öffentlichen Verkehrsmitteln – oder an anderen Orten, an denen Menschen im städtischen Raum zusammenkommen. Dabei sammeln sie Material darüber, wie #Stadt durch kleine, alltägliche, individuelle Eingriffe und Handlungen von Bewohner*innen oder Besucher*innen geschlechtergerechter gemacht wird.
Neben dieser Dokumentation alltäglicher Mikro-Interventionen für eine geschlechtergerechte #Stadt recherchiert das nice*Labor auch Beispiele von geschlechterbezogenen Interventionen in städtische Räume durch Kunst und Street Art. Der Forschungsfokus liegt dabei auf städtischen Infrastrukturen (Lichtmasten, Stromkästen, Straßenbahnen, Werbetafeln…), die von Stadtnutzer*innen als Träger für geschlechtergerechte Botschaften adaptiert wurden.
Das gesammelte Wissen zu Mikro-Interventionen für eine geschlechtergerechte #Stadt wird mit Methoden der qualitativen Datenanalyse aufbereitet und die Ergebnisse werden beispielhaft auf einer digitalen Plattform öffentlich zugänglich gemacht. Außerdem erscheint 2027 ein „Handbuch für Mikrointerventionist*innen“, in dem die multimodalen Methoden sowohl der Erforschung als auch der alltäglichen Aktivierung einer geschlechtergerechten #Stadt gesammelt präsentiert werden.
[1]nice* steht als Kürzel für Network for gender equal micro Interventions in Cities and on Earth. Zudem kombiniert nice* den jugendsprachlichen Ausdruck für „großartig, toll, von guter Qualität“ mit dem Genderstern und steht in dieser Adaption für „geschlechtergerecht“.
[2] Der Hashtag vor Stadt markiert die transmediale Präsenz der Mikro-Interventionen in/zwischen physisch- materiellem und digitalem Raum.
Hier finden Sie genauere Informationen zum Projekt: nice* – Mikro-Interventionen für eine geschlechtergerechte #Stadt.
https://fellowship-geschlechterforschung.uni-graz.at/de/Link zum Fellowship Programm: Elisabeth-List-Fellowship-Programm für Geschlechterforschung