Unerwünschte Mobilität am Beispiel von "illegalen" MigrantInnen“
im Rahmen der Vortragsreihe zum Jahresthema »Soziale Mobilitäten. Menschen in Bewegung«
Aufgrund der Tatsache, dass der Fokus vieler Migrationsstudien lange Zeit auf der legalen Migration lag, gibt es erst seit kurzem Forschungen, die sich explicit mit illegalen Migrationen auseinandersetzen. Dies ist wahrscheinlich auch darauf zurückzuführen, dass dieses Thema in den laufenden Debatten über Migrationen sehr intensiv diskutiert wird. In meinen Ausführungen werde ich mich besonders mit der historischen sowie der globalen Dimension von illegalen Migrationen auseinandersetzen, wobei im Besonderen die Geschlechterperspektive berücksichtigt werden soll. Ein weiteres Thema wird die Konstruktion von migrantischer Illegalität im Verhältnis zur Konstruktion von Staatsbürgerschaft sein. Diesbezüglich soll gezeigt werden, auf welche Weise Staatsbürgerschaft definiert werden kann, und wie die Mechanismen von Inklusion und Exklusion unterschiedliche Bedeutungen für Frauen und Männer haben.
Univ.-Prof. Dr. Karin Maria Schmidlechner ist Professorin für Zeitgeschichte am Institut für Geschichte der Universität Graz. Herausgeberin der Grazer Gender Studies. Sprecherin des Doktoratsprogramms “Migration-Diversität-Globale Gesellschaften”. Aktuelle Forschungsschwerpunkte und Methoden: Frauen- und Geschlechterbeziehungen, Migration und Gender, Regionale Migrationsbewegungen (Steiermark).